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Venedig Tipps: Anreise, Hotels und Restaurants
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Venedig Tipps: Anreise, Hotels und Restaurants

Venedig ist wohl die romantischste Stadt der Welt und berühmt für die Gondelfahrten durch die schmalen Kanäle. Unzählige Brücken führen über diese Wasserstraßen durch das Labyrinth von Häusern. Ein traumhafter Ort, über den viel gesprochen wird und der mit verschiedenen Problemen konfrontiert ist. Aus Sicht der Venezianer ist ihre Stadt von dem ansteigenden Meeresspiegel und dem großen Tourismusansturm bedroht. Schließlich strömen täglich ca. 130.000 Besucher in den italienischen Ort. Weltweit gilt Venedig als prachtvolle Stadt, die mit ihrem Charme und ihrer Schönheit auch mein Herz im Sturm erobert hat. Hier findet ihr meine perönlichen Venedig Tipps zu Anreise, Hotels, Restaurants und Touristenfallen.

Venedig Tipps – Beste Reisezeit

Der Winter bringt einige Vorteile um nach Venedig zu reisen. Zum einen sind die Hotel- und Flugpreise um einiges günstiger als im Sommer. Zum anderen ist die Lagunenstadt in der kalten Jahreszeit nicht so von Touristen überlaufen. Da Venedig ein Ganzjahresreiseziel ist, war der Monat Dezember für mich daher die perfekte Zeit um die prächtigen Bauwerke dieser Stadt kennen zu lernen. Ohne dabei früh aufstehen zu müssen und ohne lange Warteschlangen vor den bekannten Sehenswürdigkeiten. Im Gegensatz dazu, ist die Stadt in den Sommermonaten so überlaufen wie kaum eine andere auf der Welt. Wer möchte sich denn schon den ganzen Tag durch Menschenmassen quetschen? Ich hatte sogar das Glück, die Stadt vier Tage im Dezember bei strahlendem Sonnenschein zu genießen. Die Tagestemperaturen lagen zwar zwischen 6 und 8 Grad, es fühlte sich aber viel wärmer an. Fast schon wie im Frühling. Dabei war die Stadt mit Weihnachtsbäumen und Deko geschmückt.

Auf dem Campo Santo Stefano lädt ein kleiner Weihnachtsmarkt mit hausgemachten Köstlichkeiten zum Verweilen ein. Bei einer Anreise im Dezember lohnt es sich dort vorbeizuschauen. Hier ein paar Bilder vom Campo Stefano.

Venedig und das Hochwasser

Wusstet ihr dass Venedig über 100 Tage im Jahr unter Wasser steht? Besonders die Wintermonate, zwischen November und März sind von dem steigendem Meeresspiegel betroffen. „Acqua-Alta“ wird dieses Hochwasser auch genannt. Die Venezianer sind zwar auf die heftigen Überschwemmungen vorbereitet, in dem sie provisorische Holzstege aufstellen. Dazu wurde in den letzten Jahren viel Geld in das Dammsystem „Mose“ investiert um die Stadt zu schützen. Als Tourist sollte man für diesen Fall vorbereitet sein und Gummistiefel einpacken.

Hilfreiche Anreisetipps

Venedig ist logischerweise komplett autofrei, was ich als sehr angenehm empfunden habe.
Der Piazalle Roma gilt als einziger Platz in Venedig, auf dem Motorfahrzeuge möglich sind. Diese Tatsache wurde mir erst wieder bewusst, als ich 4 Tage später zum Busbahnhof an diesen Platz zurückkehrte und wieder dem Lärm und der Hektik ausgesetzt war. Wenn ihr trotzdem mit dem Auto anreisen möchtet, dann könnt ihr eines der Parkhäuser auf der Insel Tronchetto nutzen. Von dort aus kann man dann mit dem Vaporetto (Wassertaxi) nach Venedig übersetzen.

Flug für 20 € nach Venedig ?!

Für die Anreise mit dem Flugzeug stehen 2 Fughäfen in Venedig zur Auswahl: Treviso und Marco Polo. Ich bin mit der Fluggeselschaft Ryanair von Frankfurt nach Treviso geflogen. Da auf allen meinen Reisen auch eine Shoppingtour dazu gehört, reicht mir das Handgepäck oft nicht aus. Deshalb kostet mich der Flug insgesamt immer noch etwas mehr. Das nehme ich so aber gerne in Kauf. Mit aufgegebenem Gepäck hat mich der Hin- und Rückflug 50 € gekostet. Bei einer Reise mit Handgepäck wären jedoch nur 20 € fällig gewesen. Immerhin ein echtes Schnäppchen! Ganz sicher lag es an der Winterzeit und somit der Nebensaison.

Anreise vom Flughafen ins Zentrum

Der Bustransfer vom Flughafen nach Venedig zum Bahnhof Santa Lucia dauert ca. 45 min. Die Tickets könnt ihr direkt im Bus erwerben. Die Hin- und Rückfahrt kostet 22 € ( Stand 2018) Dementsprechend ist man günstiger dran als beim Kauf von Einzelfahrscheinen. Von Santa Lucia geht es dann nur noch zu Fuß oder mit Booten, bzw. den Wasserbussen (Vaporetti) weiter.
Mit der Vaporettolinie Nr. 2 kommt ihr ins historische Zentrum. Zu Fuß braucht man ca. 45 Minuten zum Markusplatz.
TIPP: Es lohnt sich, die Vaparetto Tickets im Voraus zu buchen um etwas Geld zu sparen.

Transport mit dem Vaporetto zum Hotel

Eine Einzelfahrt für das Vaporetto kostet stolze 7,50 €.
Es gibt aber auch Mehrtagestickets. Die Fahrscheine kann man direkt am Kiosk an der Anlegestelle an der Piazzale Roma erwerben. Ich habe ein 3-Tages Ticket für 40 € gekauft, welches man auch für Fahrten zu den Nachbarinseln wie Murano, Burano oder Torcello nutzen kann. Aus meiner Sicht hat sich das 3 Tages-Ticket aber nicht wirklich gelohnt, da ich im zentrumsnahen Stadtteil San Marco eine Unterkunft hatte. Somit konnte ich auch alles gut zu Fuß erreichen. Nur wenn ihr Zeit habt noch weitere Inseln zu erkunden, würde ich zum Kauf eines Mehrtagestickets raten.

Tagestouristen aufgepasst!!!

Seit Jahren gab es Diskussionen unter den Venezianern, wie man sich gegen Tagestouristen wehren kann. Es gibt viele Gründe dafür. Ab Mai 2019 müssen Venedig-Besucher, die nur einen Tag dort verbringen 3 € Eintritt bezahlen. Meiner Meinung nach immer noch sehr wenig, wenn man bedenkt, dass die Instandhaltung der historischen Stadt extrem aufwändig und kostenintensiv ist.

Venedig Tipps – Hotels im venezianischen Stil

Venedig bietet eine Vielzahl von traditionell und romantisch eingerichteten Unterkünften. Die meisten sind pompös- royal ausgestattet, einige bieten auch einen Blick auf den Canal Grande. Die Auswahl ist riesig und umso schwieriger fällt die Entscheidung.

Tagelang war ich auf der Suche nach dem perfekten Hotel für meinen Freund und mich. Eines war sicher: Es sollte eine gemütliche Unterkunft im venezianischen Stil sein! Zudem sollte es zentrumsnah liegen und der Preis musste auch noch stimmen. Ich hatte mehrere Hotels als Favoriten augewählt, die preislich sehr ähnlich lagen. Pro Nacht hat ein Doppelzimmer der Mitteklasse im Dezember zwischen 90 und 130 Euro gekostet.

Venedig Tipps: Die schönsten Übernachtungsmöglichkeiten

Ich habe ein paar Lieblingshotels und Unterkünften für euch ausgewählt, die ich total schön und preiswert fand.

Das erste war das gemütliche Hotel Rialto, das sich direkt neben der Rialto Brücke befindet und einen umwerfenden Blick auf den Canal Grande bietet.
Vorteil: Man befindet sich direkt im Zentrum.
Nachteil: Augrund der Lage kann es ziemlich laut und überlaufen sein. Im Dezember war das eher nicht so.

Der zweite Favorit war das Hotel Casanova, das sich ca.1 Minute Entfernung vom Markusplatz befindet. Preislich war das Hotel am günstigsten und daher auch schnell ausgebucht.

Letzendlich buchte ich das B&B Bloom Settimo Cielo, was sich als eine richtig gute Entscheidung herausstellte.
Die Inneneinrichtung besteht aus stillvollen Barockmöbeln. Betten und Wände sind mit edlen Stoffen bezogen. Dank der kostbaren Orientteppiche, der Stofftapeten und den schönen Wandgemälden fühlte ich mich wie in das 18. Jahrhundert zurück versetzt. Jedes Zimmer ist hier liebevoll in einer andere Farbe eingerichtet und sieht einzigartig aus. Wir hatten das Glück zwei Zimmer innerhalb von den 4 Tagen zu beziehen, da unser gewünschtes Zimmer bereits für die erste Nacht ausgebucht war. Natürlich war uns das bei der Buchung bekannt, aber gerade diese Abwechslung fanden wir spannend. Hier zeige ich euch einige Bilder von dieser Unterkunft.

Vor allem eine ideale Lage spielt bei der Hotelauswahl für mich immer eine große Rolle. Es soll zentral sein, aber auch ruhig gelegen. Das B&B liegt in dem schönen Stadteil San Marco, direkt gegenüber der Santo Stefano Kirche. Von der riesigen Dachterrasse hatten wir einen tollen Ausblick auf den Platz Santo Campo und über die Stadt. Begrüßt wurden wir bei der Ankunft mit einer Flasche Champagner, die wir dann abends im Mondschein geniesen durften. Mal ehrlich: Kann denn etwas romantischer sein als mit eurem Liebsten die tolle Kullise der Stadt der Liebe zu teilen?

Übernachtung auf einer Yacht

Eine sicher spannende Alternative zu Hotelunterkünften in Venedig können Boote und Yachten sein. Wenn ihr nach Abenteuer sucht oder eher eine ruhige Lage bevorzugt können Bootsunterkünften eine coole Erfahrung sein. Die Yachten sind preiswerter als die Hotels im historischen Stadtzentrum. 4 Tage auf einer Yacht bekommt man schon ab 195 Euro für ein Doppelzimmer. Der Nachteil ist, dass sich die Boote 2-3 km außerhalb der Stadt befinden.
Auch ich habe in Erwägung gezogen eine Unterkunft auf einer Yacht zu buchen. Aufgrund der Jahreszeit und der Lage habe ich mich aber dagegen entschieden. Beim nächsten Besuch würde ich das aber definitiv gerne ausprobieren. Habt ihr schon mal auf einem Boot oder einer Yacht übernachtet? Was haltet ihr von der Idee? Habt ihr noch weitere Tipps für außergewöhnliche Übernachtungen in Venedig? Schreibt mir doch eure Erfahrungen in einem Kommentar.

Venedig Tipps – Restaurants

Nimmt man in Venedig ein Platz im Restaurant oder einem Café wird eine Tischgebühr ital. Coperto in Rechnung gestellt. Diese Nutzungsgebühr beträgt unabhängig vom Bestellwert etwa 3€ pro Person. Achtung: Nicht pro Tisch. Hinzu kommt oft auf die Rechnung noch eine Servicegebühr in Höhe zwischen 10-13% des Rechnungsbetrages. Trinkgeld ist meistens bereits inbegriffen. Sehr schnell kann die Rechnung richtig bitter werden und kann bei einem einfachen Pastagericht, Glas Wein und ein Wasser bei zwei Personen schnell über 100 Euro liegen.
Aber so weit muss es ja nicht kommen, wenn man das schon zuvor weiß. Die hohe Preise betreffen nicht nur die Umgebung rund um den weltberühmten Markusplatz. Mehr Tipps dazu habe ich euch bereits in dem Bericht Wintermärchen- 4 Tage in Venedig verraten.
Vor meinem Venedigtrip habe ich in vielen Reiseführern gelesen, dass man eine gute, venezianische Küche in den Seitengassen abseits der Touristenmeile ausprobieren soll. Aber auch dort war die Enttäuschung groß.

Was tun um nicht in die Touristenfalle der Restaurants zu tappen?

Kennt ihr das auch, wenn der Hunger plötzlich kommt und dann… landet man in einer Touristenfalle. Ich habe ein paar Tipps für euch wie ihr es vermeiden könnt.

  • Die meisten Restaurants in Venedig sind speziell auf Touristen eingestellt und locken mit Touristenmenüs. Tappt bitte nicht in die Falle und vermeidet solche Restaurants! Die Gerichte sind voll übeteuert und das Geld einfach nicht wert. Dazu sind die Speisen auch noch lieblos angerichtet. Solche Restaurants erkennt man schon an der Speisekarte, die in verschiedenen Sprachen gedruckt ist. Zudem gibt es oft versteckte Kosten auf der Speisekarte, die man zuerst gar nicht als soche erkennt. Denn sie sind oft kleingedruckt.
  • Leere Restaurant, vor allem abends sind oft ein erstes Anzeichen für schlechte Qualität. Denn viele Italiener gehen auch abends gerne essen. Um den Hunger zu stillen, empfehle ich Euch lieber kleine, gemütliche Bars aufzusuchen in den Seitengassen. Und bevor ihr euch in ein Restaurant oder Bar setzt, nemmt euch lieber zwei Minuten Zeit um die letzten Bewertungen von dem Restaurant durchzulesen. Das kann euch wirklich einige Ärger ersparen.
  • Venedig ist anders wie jede andere italienische Stadt. Hier solltet ihr keine Kompromisse eingehen was das Essen betrifft. Das Essen scheint auf den ersten Blick nicht so teuer zu sein, aber inklusive der oben genannten Gebühren seid ihr schnell bei einem hohen Betrag und ärgert euch dann im Nachhinein. Besucht besser kleiner Stehcafés fernab vom Zentrum.

Gemütliche Bars als Alternative zu überteuerten Restaurants

BAR FRULALA
Fronte Civico, 2292 Cannaregio Eine fantastische und nette Cocktailbar mit frischen, exotischen Früchten und cooler Musik, an der man einfach nicht vorbei laufen kann! Die gut gelaunten Bar-Mitarbeiter locken mit Kostproben und sorgen für gute Stimmung. Gönnt euch hier unbedingt eine kurze Pause um neue Energie zu tanken.

  • bar frulala-italien
  • bar frulala-italien
  • bar frulala-italien
  • bar frulala-italien


PUPPA BAR
Calle dello Spezier, 4800 Cannaregio
Puppa Bar ist ein echter Geheimtipp, wenn ihr frisch, lecker und preiswert in Venedig essen möchtet.
In der kleinen gemütlichen Bar, die sich im Stadteil Cannaregio befindet, bekommt ihr nicht nur leckere Gemüse Spaghetti mit Aperol Spritz und Kaffee für nur ca. 12 €. Auch Risotto & Pizza gibt es hier zum erschwinglichen Preis. Die Bar habe ich leider erst an meinem letzten Tag in Venedig entdeckt. Gerne würde ich aber hier beim nächsten Mal wieder essen.

BAR RIALTO DA LOLLO
Ruga dei Spezieri, 234 San Polo
Die Bar liegt in der Nähe des Fischmarktes und der Rialto Brücke. Hier treffen sich oft die Einheimischen zum Espresso. Ein gutes Zeichen für die Touristen 🙂 Man bekommt hier köstliche Sandwiches und einen geschmackvollen Kaffee für kleines Geld.

Venedig Tipps – Mein Fazit

Wenn ihr nach Venedig wollt, möchte euch ein paar Tipps ans Herz legen:

1. Möchtet ihr Venedig hautnah erleben, dann seid keine Tagestouristen! Die Stadt hat soviel zu bieten. Selbst die 4 vollen Tage, die ich dort verbrachte waren leider viel zu kurz um alles was ich mir vorgenommen habe, gesehen zu haben.
2. Nehmt Euch eine Unterkunft am besten direkt im historischen Zentrum von Venedig, so seid ihr nicht an das Vaporetto gebunden und könnt in der kurzen Zeit viel sehen. 3. Besucht gerne Venedig in der Nebensaison Herbst oder Winter. Vor allem im Dezember und Januar ist es hier etwas entspannter.

Wenn ihr noch mehr Lust auf Italien habt, dann schaut euch auch gerne andere Italien Reiseberichte von mir an:

Lesetipp: Entdecke die farbenfrohe Insel Burano in der Lagunenstadt Venedig

Lago Maggiore: 7 Gründe warum ihr an den idyllischen See reisen solltet

Spontaner Roadtrip nach Norditalien: Route und Hotel

(1) Comment

  1. Viki says:

    Wenecja- można pieknie przezyc tam czas. Ale obecnie plac zalany wodą. Mieliscie szczescie, podczas zwiedzania Wenecji. Było zimno, ale nie było zalane miasto. Wspaniale widoki.

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