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Spontaner Roadtrip nach Norditalien: Route und Hotel
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Spontaner Roadtrip nach Norditalien: Route und Hotel

Das ich im Sommer 2020 einen Roadtrip durch Norditalien unternehmen würde, hätte ich nicht gedacht. Schließlich war das Land zu Beginn des Jahres stark von der Pandemie betroffen. Insgesamt war die Wahl einer Reisedestination im Sommer sehr eingeschränkt. Zum Einen hatte ich keinen Mut dazu, mich mit hundert anderen Leuten in ein Flugzeug zu setzen, womit Fernziele schon mal ausgeschlossen waren. Zum Anderen wurde mein Herzensland Kroatien drei Tage vor Reiseantritt von Deutschland als Risikogebiet eingestuft. Ein spontane Lösung musste also her.

Auf eine Reise zu verzichten kam für mich auch nicht in Frage, denn nach unserer Hochzeit mit Hindernissen war die Zeit mehr als reif für Entspannung zu zweit. Nach diesen stressigen Monaten war ich so froh, dass wir überhaupt wieder reisen dürfen. Nach ein wenig Grübeln entschieden wir uns dann dafür, nach Bella Italia zu reisen. Noch am selben Tag waren unsere Koffer gepackt und die Vorfreude war groß. Ohne festes Ziel und ohne Hotelbuchung sind wir dann am nächsten Morgen losgefahren.

Wohin uns der zweiwöchige Norditalien Roadtrip geführt hat und mit welchen Schwierigkeiten wir aufgrund der Corona Beschränkungen zu kämpfen hatten, dürft ihr hier nachlesen. Zudem habe ich für euch unsere ausführliche Route mit Hotel und Restaurant Tipps parat.

Der spontane Roadtrip nach Norditalien war die beste Entscheidung

Am Abreisetag bin ich morgens mit einem mulmigem Gefühl aufgewacht. Ich hatte Zweifel wie sicher ein Norditalien Roadtrip in Zeiten von Corona sein kann. Wie ist die Situation vor Ort tatsächlich? Und in welche Region sollen wir überhaupt reisen? Die einzige Reisedestination, die mir schon lange im Kopf schwebte, war der Lago Maggiore. Ein großer See, umgeben von einer traumhaften und idyllischen Alpenkulisse mit vielen mittelalterlichen Städtchen. Mehr wußte ich nicht von der Gegend. Während Marco hinter dem Steuer saß, nutzte ich die Zeit um durch zahlreiche Reiseblogs zu stöbern. Da mich meine Recherche nach einer Route einfach nicht weiter gebracht hat, habe ich einfach auf mein Herz gehört und mich überraschen lassen was auf uns zukommt.

Die Route nach Norditalien

Ascona

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Nach ca. 6 Stunden Autofahrt sind wir im Ort Ascona, im schweizerischen Teil des Lago Maggiore angekommen. Nachdem wir kurz durch die berühmte Strandpromenade geschlendert sind, hat uns das ehemalige Fischerdorf mit seinem mediterranem Flair sofort verzaubert. Um keine Minute mehr zu verpassen, haben wir uns auf die Suche nach einer Unterkunft gemacht. Dabei mussten wir schnell feststellen, dass es in diesem Ort coronabedingt nur wenige freie Unterkünfte gab. Zudem waren wir von den Preisen schockiert.

Die Kosten für eine Übernachtung im Doppelzimmer eines *** Hotels lagen im August bei ca. 350 Franken aufwärts. Das Ascona zu den luxuriösesten und begehrtesten Orten am Lago zählt, war uns zu diesem Zeitpunkt natürlich nicht klar. Es war zwar schön die Stadt mal kurz gesehen zu haben, dennoch entschieden wir uns dafür, weiter in Richtung Süden zu fahren.

Cannobio und Cannero Riviera

Auch in Cannobio und danach in Cannero Riviera hatten wir kein Glück bei der Suche nach einer Übernachtungsmöglichkeit. Es mag sein, dass die Städtchen dort sehr einladend aussehen. Auch die schmalen Gassen, Treppen und eine lange Uferpromenade wirken sehr idyllisch. Jedoch war dort selbst ein kurzer Restaurantbesuch ohne vorherige Buchung nirgendwo möglich. Hungrig und voller Enttäuschung haben wir den Ort verlassen.

Unser Ziel war es eine schöne Privatunterkunft vor Ort zu finden, in der man die Ruhe in der Natur genießen kann.
Im August, wo in ganz Italien Schulferien sind und alle nach dem Lockdown wieder reisen durften, war es echt schwierig auf die Schnelle so ein Plätzchen zu finden. Die meisten Unterkünfte waren einfach ausgebucht und viele dieser Orte komplett überfüllt. Der einzige Trost für uns, war der schöne Weg, der direkt am Lago Maggiore entlang führt.

Oggebbio

Ziemlich entmutigt kamen wir kurz vor Einbruch der Dämmerung im hübschen Ort, Oggebbio an. Wir haben befürchtet im Auto übernachten zu müssen, als wir in der netten, familiengeführten Unterkunft Casa e Vela Residence doch noch fündig geworden sind. Voller Euphorie haben wir gleich 3 Nächte gebucht, nachdem uns die Besitzerin Sylvia das Appartement mit der tollen Terrasse und einem Balkon gezeigt hatte. Die ideale Lage der Ferienwohnung direkt am Ufer mit einer privaten Strandbar und traumhaftem Panorama Seeblick war genau das, wonach wir gesucht haben: Entspannung und Ruhe abseits des großen Tourismus.

Das schönste an dieser Unterkunft waren die atemberaubenden Sonnenaufgänge über den See, welche wir aus dem Bett oder von unserem Balkon aus jeden Morgen bewundern konnten. Dabei sah die Szenerie jeden Tag anders aus. Was für ein Träumchen. Und zum Frühstück mussten wir nur über die Straße zu dem dazugehörigen Restaurant am See laufen. Hier konnten wir unter freiem Himmel das italienische Frühstück verkosten um dann voller Power in den Tag zu starten. Nach der Rückkehr von unseren Tagesausflügen, haben wir dort bei einem Glas Wein den Tag ausklingen lassen.


Die tolle Landschaft, die vielen Palmen und die subtropischen Blütenpracht versprühten Urlaubsfeeling pur. Der Ort war somit eine willkommene Abwechslung zu unseren Tagesausflügen. Um die Gegend am Lago Maggiore zu erkunden ist der Standort Oggebbio meiner Meinung nach bestens geeignet. Denn viele andere Städtchen mit attraktiven Sehenswürdigkeiten wie beispielsweise Stresa, Verbania oder die Borromäischen Inseln liegen in unmittelbarer Nähe.

Positiv ist uns aufgefallen, dass alle Corona Maßnahmen in der Anlage streng eingehalten wurden, dadurch fühlten wir uns als Gäste sehr sicher.

Feriolo

Unser erster Trip sollte uns eigentlich nach Baveno führen. Auf dem Weg dahin haben wir jedoch ganz zufällig das idyllische Dörfchen Feriolo für uns entdeckt. Die traumhafte Kulisse der Ossola Berge, der kleine Hafen und die Kirche sind ein perfektes Postkartenmotiv. Wer bei diesem Anblick nicht anhält, muss verrückt sein:)
Ein kleiner Spaziergang entlang der Uferpromenade mit den kleinen Booten ist hier ein Muss. Dieser charmante Weg hat uns zu dem kleinen Stadtstrand geführt, an dem wir diese herrliche Kulisse genießen konnten. Für uns als Sonnenanbeter war es ein perfekter Entspannungsort um die Akkus wieder aufzuladen bevor es weiter geht.

Kleiner Tipp: Wenn ihr Naturfreunde seid, solltet ihr euch ein Besuch der Botanischen Gärten in der Villa Taranto, 3 km entfernt von Feriolo, nicht entgehen lassen. Wir haben es jedoch vorgezogen die mittelalterlichen Städtchen zu erkunden. Also zogen wir dann in Richtung Baveno weiter.

Baveno

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Am Ortseingang von Baveno haben wir die tolle Hotelanlage Villa Ruscello entdeckt. Mit dem malerischen Blick auf die Borromäischen Inseln hat uns die Unterkunft am Ufer sofort imponiert. Die unglaublich gut gepflegte Hanganlage des Hotels mit dem tropischen Palmengarten und einem kleinen Teich hat uns so beeindruckt, dass wir gleich auch hier zwei Nächte im Anschluss buchen wollten. Zu diesem Zeipunkt waren sie jedoch auch komplett ausgebucht. Dennoch hat uns der freundliche Hotelbesitzer einige Geheimtipps mit auf den Weg gegeben. So haben wir oberhalb des Hotels eine kleine Wanderung unternommen. Ein steiler Weg führt hinauf zu einem Palast. Das Anwesen befidet sich im Privatbesitz der Familie Borrome. Es ist einer der höchsten Punkte ausserhalb der Stadt, von dem man die spektakuläre Aussicht auf den See genießen kann. Erwähnenswert ist auch ein Wasserfall der sich an dieser Stelle seinen Weg durch das Gelände bahnt.

Borromäische Inseln

Eines unserer Highlights am wunderschönen Lago Maggiore war die Bootstour zu den Borromäischen Inseln. Insgesamt gibt es fünf Inseln, welche sich im Besitz der einflussreichen Adelsfamilie Borromeo befinden. Drei davon könnt ihr mit Booten besichtigen, die in Stresa anlegen. Wir haben uns zwei der Inseln angeschaut: Isola Bella und Isola dei Pescatori. Beide Inseln sind bewohnt und haben eine lange, spannende Geschichte. Es lohnt sich alle Inseln zu besuchen, aber ihr solltet mindestens einen kompletten Tag für so eine Tour einplanen und selbst das kann knapp werden, da sich die Öffnungszeiten auf eine kurze Zeitspanne beschränken. Schon um 18 Uhr geht die letzte Bootsfahrt zurück nach Stresa. Die Tickets für die Borromäischen Inseln könnt ihr übrigens hier online erwerben oder aber direkt vor Ort.

Isola dei Pescatori

Kurz zu den Inseln: Wir haben als erstes die Isola dei Pescatori besucht. Schon von weitem konnten wir erkennen, dass ein Kirchturm über die Insel hervorsticht. Dieses Kirchen Bauwerk ist neben den vielen Restaurants und Souvenirshops, welche die Inseln so lebendig machen, einer der wenigen Sehenswürdigkeiten hier. Auch der Hafen mit der großen Mauer und der Madonna Statue hat unsere Aufmerksamkeit auf sich gezogen. Ich fand den Blick auf die gegenüber liegende Isola del Madre hier total herrlich.

Falls ihr Lust habt etwas Inselfeeling mitzunehmen, schnuppert gerne ein bisschen in den engen Gassen durch die Handmade Shops. Ob Souvenirs, Kosmetika oder Kleidung. Mich muss man zu einer Shoppingtour nicht überreden. Gerade in diesen kleinen, lokalen Boutiquen finde ich immer etwas 🙂
Ihr könnt euch aber auch einfach ans Ufer setzen und euch zwischen Natur und Wassergeplätscher etwas Entspannung gönnen. Falls euch der Hunger erwischt, schaut doch im Restaurant Italia vorbei. Die haben nicht nur leckere Tortellini, sondern auch einen fantastischen Blick auf den See, der keine keine Wünsche offen lässt. Wir hatten das Glück, den besten Platz auf einem kleinen Podest zu bekommen. Ein liebevoll eingedeckter Tisch für zwei Romantiker.

Isola Bella

Wenn ihr auf dem Weg zur Isola Bella seid, plant genug Zeit für euren Besuch ein. Sie ist viel größer als die oben beschriebene Schwesterinsel. Die Isola Bella ist vor allem bekannt für den prachtvollen Palast der Familie Borromeo und den Terrassengarten im englischen Stil. Er zählt übrigens zu den schönsten Gärten der Welt und wird durch die besten Gärtner ganzjährig gepflegt. Gegen eine Gebühr von 16 Euro könnt ihr diese Anlage besichtigen. Uns ist es leider nicht mehr gelungen den Garten anzuschauen, da es zeitlich nicht mehr gereicht hat. Das ist sicher ein Grund um wieder hierher zu kommen 🙂

Stresa

Stresa ist ganz anders als alle anderen charmanten Dörfer, die wir bis dato am Lago bereist haben. Es erwartet euch eine Großstadt mit einem gewissen Glamour-Faktor. Die prächtigen Hotels, die vielen Villen, die lange Seepromenade, die zum Flanieren einlädt und in der Straßenmusiker ihre Kunst zum Besten geben. Durch den Ruhm der Borromäischen Inseln hat sich die Stadt zu einem Tourismus Hotspot entwickelt und ihr müsst euch in den Sommermonaten auf eine große Menschenmenge einstellen. Wir haben in Stresa nur einen Nachmittag verbracht, aber das hat gereicht um einen Gefühl für diese Stadt zu bekommen. Während wir durch die Fußgängerzone schlenderten, stöberte ich durch die kleinen Shops. Ich war hin und weg von den tollen Boutiquen und habe auch eine handgemachte Tasche gefunden. Abends saßen wir an den Treppen der Promenade und blickten in Richtung der Inseln.

Ligurien

Obwohl das subtropische Klima, die Berge und der See uns so gut getan haben, sehnten wir uns beide nach dem Meer. Wir wollten wieder Wellenrauschen hören, am Sandstrand liegen und eine Brise Meereswind auf der Haut spüren. Nach drei Tagen am Lago setzten wir unseren Norditalien Roadtrip deshalb in Richtung Ligurien fort. Den genauen Ort haben wir aber nicht festgelegt. Wir wollten der Küste entlang fahren und dort anhalten, wo es uns am Besten gefällt.

Deiva Marina

Bevor wir jedoch in Deiva Marina gelandet sind, haben wir in Rapallo, Chiavari und Moneglia an der Küste angehalten. Alle Orte waren leider total überfüllt und es waren absolut gar keine freien Unterkünfte mehr verfügbar. Nach einem ganzen Tag Autofahrt in der Hitze und vergeblicher Suche nach einer Unterkunft, kamen wir abends fix und fertig in Deiva Marina an. Dort haben wir uns das aller letzte Zimmer für zwei Nächte im Riviera Hotel geschnappt und sind direkt zum Sonnenuntergang ans Meer gelaufen. Der kleine Badeort mit vielen Hotelbunkern und Campingplätzen direkt am Strand ist kein hübscher Ort.

Das einzig schöne war der breite und saubere Strand mit ein paar Klippen und eine tolle Promenade mit vielen Cafés. So konnten wir uns bei einem Tag am Strand von den drei Tagen Sightseeing am Lago ein bisschen erholen. Abends haben wir für uns das Restaurant Clipper entdeckt, wo ich einen hervoragenden Fisch auf ligurische Art gegessen habe.

Cinque Terre

Nur einen Steinwurf von Deiva Marina entfernt liegt der weltbekannte Nationalpark Cinque Terre. Da es schon immer mein Traum war diese fünf malerischen Fischerdörfer zu sehen, entschieden wir uns dazu, unseren Norditalien Roadtrip dorthin fortzusetzen. Es gibt übrigens auch eine Zugverbindung von Deiva Marina, die uns innerhalb von 30 Minuten zum Ziel gebracht hätte. Da wir jedoch direkt in einem der schnuckeligen Orte der Cinque Terre übernachten und ein paar Tage bleiben wollten, sind wir mit dem Auto losgefahren. Allerdings hatten wir nicht damit gerechnet, dass uns der Weg dahin über schmale Serpentinenstraßen führt und doppelt soviel Zeit in Anspruch nimmt, als uns das Navi angezeigt hat. Für die 44 km lange Strecke haben wir jedenfalls über zwei Stunden gebraucht.

Manarola

Da wir dennoch ziemlich früh in dem ersten Dörfchen, Manarola angekommen sind, haben wir noch einen Parkplatz gefunden. Wir haben uns gleich ein 24 Stunden Ticket geholt, das uns saftige 35 € gekostet hat. Es gibt übrigens nur diesen kleinen Parkplatz ca. 15 Gehminuten außerhalb des Dörfchens. Daher solltet ihr lieber rechtzeitig dran sein.

Da der Weg hinunter ins Zentrum von Manarola sehr steil ist, kann man sein Gepäck mit einem kultigen Piaggio Ape zur Unterkunft transportieren lassen. Kostenpunkt-10 Euro.
Eine Übernachtung müssten wir jedoch noch suchen. Deshalb sind wir zuerst zu Fuß ins Zentrum gelaufen. Schon beim zweiten Versuch hatten wir das Glück, dass gerade ein Appartement bei Posidonia Rooms frei geworden ist.

Für die nächsten drei Tage sollte Manarola der Ausgangpunkt für unsere Entdeckungstouren sein. Ganz besonders haben wir uns auf den atemberaubenden Blick auf die bunten Häuserfassaden unten am Hafen gefreut. Dieses besondere Motiv habe ich bereits von Postkarten gekannt und wollte es mit eigenen Augen anschauen. Allerdings habe ich nicht gewusst, dass man über ein schmalen Fußweg zu diesem Aussichtspunkt gelangt, der sich auf einer großen Felsenklippe befindet. Jedenfalls hat mich der Panoramablick auf das Fischerdorf und das Meer total entzückt. Und da früh am Morgen noch kaum Tagestouristen unterwegs waren, konnten wir in Stille die Aussicht fast alleine genießen.

Viele besuchen die Cinque Terre innerhalb eines Tages. Ich muss aber sagen, dass ich so froh bin, dass wir in dem romantischen Manarola mehr Tage geblieben sind. Denn neben dem malerischem Hafen war es auch einfach toll, in Ruhe durch die schmalen, kunterbunten Gassen zu schlendern, gemütlich in Cafés zu sitzen und mit den Einheimischen zu plaudern. Abends sind wir gerne zu dem kleinen Steinstrand am Hafen gegangen um von dort aus den schönen Sonnenuntergang zu genießen. So haben wir die magische Stimmung dieses Ortes bestens aufsaugen können. Da der Nationalpark Cinque Terre aus dem Weinanbau bekannt ist, könnt ihr dort auch eine Wanderung mit Weinverkostung unternehmen.

Riomaggiore

Riomaggiore ist das nächste Fischerdorf, welches zu dem Nationalpark Cinque Terre gehört. Die Zugverbindung ist die schnellste und bequemste Möglichkeit von einem Dorf zum anderen zu kommen. Wir haben uns in Manarola einen 24 Stunden Ticket für 16 Euro gekauft, um nach Riomaggiore und noch zwei anderen Orten zu kommen. In Riomaggiore erwartet euch ein schöner Fischerhafen zu dem ihr durch ein kleines Gewölbe gelangt. Dann wird man mit farbenfrohen Häuschen, ein felsigem Strand und bunten Fischerbooten überrascht. Lauft ihr ein paar Stufen höher werdet ihr mit dem berühmten Aussichtspunkt belohnt. Hier mussten wir allerdings etwas Geduld mitbringen um ein paar Fotos schießen zu können ohne das uns gerade jemand quer durchs Bild gelaufen ist.

Riomaggiore hat aber auch eine charmante Fußgängerzone, die Via Colombo, welche ähnlich wie in Manarola steil bergauf geht. Dort haben wir das bunte Treiben der Menschen in einer der vielen gemütlichen Cafés und Bars beobachten können. Natürlich konnte ich nicht einfach so an den zahlreichen Shops vorbeilaufen ohne kurz anzuhalten. Gerade als es dort so nach Zitronenseifen geduftet hat 🙂 Dafür bin ich immer zu haben.

Vernazza

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Als nächstes sind wir um die Mittagszeit nach Vernazza weitergefahren. Dort hält der Zug total ungewöhnlich, genau mitten in der Stadt an. Wir sind ausgestiegen und durch die Hauptgasse hinunter in Richtung Hafen gelaufen. Ähnlich wie in Manarola hat es mir dieses Dörfchen vom ersten Moment sehr angetan. Die engen Gassen, das bunte Leben und das italienische Flair. Angekommen am Hafen setzten wir uns zuerst in ein Café mit den farbenfrohen Schirmen und Meerblick. Ganz rechts zieht die aus dem 14 . Jahrhundert stammende Kirche Santa Margerita di Antiochia die Aufmerksamkeit auf sich.

Auf der Hafenpiazza findet das zentrale Leben statt, welches viele Menschen wie ein Magnet anzieht. Weil es uns hier viel zu voll war, stiegen wir die Treppchen durch die Gassen nach oben, um ein ruhigeres und gemütliches Plätzchen zum chillen zu finden. Hier entdeckten wir die, etwas versteckt liegende Lounge Bar Gianni Franzi, welche ein echter Geheimtipp ist. Auf der Terrasse hat man einen unglaublichen Blick auf das Ligurische Meer und die faszinierende Landschaft. Bei einem Gläschen Aperol Spritz und einer Käseplatte lässt es sich dort gut aushalten. Was will man denn noch mehr bei diesem Anblick?

Monterosso

Monterosso war das vierte und für uns das letzte der fünf magischen Dörfer, die wir besucht haben. Gerade als wir hier ankamen, zogen jedoch langsam dunkle Wolken auf. Da Monterosso gerade für seine schöne Sandstrand-Bucht und das kristallklare Wasser bekannt ist, hatten wir vor hier baden zu gehen. Leider hat es nur für ein paar Minuten gereicht, dann setzte der Regen ein. Bei schönem Wetter ist der Strand hier mit Sicherheit randvoll.
Ein kleiner Tipp: Von hier aus gibt es die schönsten Wanderwege, die direkt am Meer entlang führen. Der bekannteste ist der Weg welcher in Richtung Vernazza führt. Hier braucht ihr aber unbedingt spezielles Schuhwerk, denn der Weg ist sehr steinig und an manchen Stellen sogar gefährlich.

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Als wir spät abends nach Manarola zurückkehrten, hatte sich das Unwetter mit starkem Gewitter auch bis dorthin ausgebreitet. In der Nacht vor unserer Abreise hat es geblitzt, gedonnert und in Strömen geregnet. Wegen dem Unwetter wurde am nächsten Morgen die Alarmstufe Orange ausgerufen. Das bedeutet, dass alle Geschäfte und Restaurants an dem Tag geschlossen wurden. Eine einzige Ausnahme war das Café Da Artistide, in dem wir glücklicherweise noch ein Frühstück bekommen konnten, bevor wir unseren Norditalien Roadtrip fortsetzten.
Wer von euch mitgezählt hat wird sicher bemerkt haben, dass wir eines der fünf Dörfchen nicht besucht haben. Für Corniglia hat uns die Zeit dann nicht mehr gereicht.

Levanto

Levanto war das letzte Ziel auf unserem Norditalien Roadtrip und einer der schönsten. Auf diese Stadt sind wir schon bei der Fahrt nach Manarola aufmerksam geworden. Jede Ecke wirkte so idyllisch, dass wir unbedingt hier die letzten fünf Tage verbringen wollten. Eine außergewöhnliche Übernachtungsmöglichkeit fanden wir außerhalb des Zentrums, in einem Bauernhaus Agroturizmi A’ Taversa, an einem grünen Hang gelegen. Ich muss gestehen, dass uns die Idee hinter ”Agriturizmo”, also einem Bauernhaus in dem man das authentische, italienische Landleben kennenlernen kann, sehr gefallen hat. Die malerische Landschaft mit den Olivenhainen, die regionale Küche, die wir kosten konnten waren schon sehr empfehlenswert. Dazu noch der herzliche Gastgeber, der alles getan hat um uns ein Stück Italien weiterzugeben. Ich fand es morgens immer so toll durch den Hahn aufgeweckt zu werden und auch die Landluft hat mir so gut getan.

Ca.7 Minuten haben wir mit dem Auto bis ins Zentrum von Levanto gebraucht, wo wir immer kostenlos parken konnten. Unserer Gastgeber hat uns freundlicherweise eine Parkkarte überlassen, die wir immer mitführen durften. Ob zum Strand oder in die City.

Levanto hat mich so beeindruckt, dass ich gar nicht weiß, ob ich euch zuerst von den attraktiven Stränden oder der charmanten Altstadt, vorschwärmen soll. Das liegt einfach daran, dass die Stadt so abwechslungsreich ist, dass jeder hier sein Glück finden wird 🙂 Als ein wahrer Städtereise Fan liebe ich auf Rundreisen einen Mix aus Kultur, Geschichte, Architektur und Strand. Dabei ist es mir immer wichtig, dass der Ort authentisch ist und ich mich dort wohl fühle. Genau so ein Ort ist Levanto.

Eine mittelgroße Stadt mit einem wunderschönen Kiesstrand, türkisblauem Wasser und den beeindruckend großen Wellen. Zahlreiche Surfer kommen wegen diesen perfekten Bedingungen hierher. Auch die romantische Promenade macht diesen Ort so unglaublich gemütlich. Zudem liegt der Ort in unmittelbarer Nähe der UNESCO Weltkulturerbe, Cinque Terre, was ein weiterer Vorteil für alle Entdecker-Typen ist. Nächstes Mal würden wir Levanto als Ausgangpunkt für einen Norditalien Roadtrip bevorzugen. Wir haben Levanto als sehr lebhafte Stadt kennengelernt, die stark italienisch geprägt ist und weniger touristisch. Daher wenn ihr mal einen authenthischen Ort mit dem Gewissem etwa sucht, dann kommt unbedingt nach Levanto.

Wir fanden die kleine Altstadt sehr schnuckelig. Viele bunte Hausfassaden, hier ein kleiner Brunnen, dort ein schön geschmücktes Fahrrad. Man findet so viele kleine Details, die diese Stadt zu einem sehr gemütlichen Ort machen. Wir konnten beispielsweise nicht vorbeilaufen ohne in eine Pizzeria oder Focacceria einzukehren. Die Foccaceria Oblo in Levanto war unser Favorit. Für abends kann ich euch das schicke Restaurant da Rino, in der Via Garibaldi empfehlen. Da haben wir typisch ligurische Küche probiert wie gefüllte Teigtaschen mit Walnusssauce oder ligurische Trofie al Pesto. Alles war total lecker!

Ihr Lieben, ich hoffe, unser spontaner Norditalien Roadtrip mit uns hat euch gefallen. Schreibt mir gerne, ob ihr schon mal da wart und welche Erinnerungen ihr an die Region habt.



(7) Comments

  1. Ahh die Bilder sind ein Traum!! Kann es kaum erwarten wieder nach Italien zu fahren!!

    xx
    Moritz | https://www.bymoritz.com

    1. Danke dir für das liebevolle Kompliment ! Italien ist immer eine Reise wert!

      Liebe Grüße
      Ania

  2. milka says:

    Witam, podróż to jak w bajce. Wszystko piękne i kolorowe. Niestety nie zwiedzalam tych stron. Myślę ze kiedy nadarzy się okazja to tez sie wybiorę w taką podróż. Serdecznie pozdrawiam

    1. Dziekuje! Ciesze sie ze sie podoba! Taka objazdowka jest niezapomniana i polecam jak najbardziej wybrac sie w tamte strony.

      Pozdrawiam

  3. Tadeusz says:

    Super. Jeszcze nie zwiedzalem tych stron we Włoszech. Warto odwiedzić.Lubie przyrody A tu piękne krajobrazy.

    1. Moge szczerze polecic te strony Wloch jako objazdowke, a szczegolnie czesc polnocno-zachodnia, region Ligurii:)

      Pozdrawiam
      Ania

      1. Mira32 says:

        Witam. Zwiedziliscie bardzo piękne zakątki. Warto byc w tych miejscach. Dla tych, ktorzy lubią zwiedzać zabytki i przyrode to prawdziwa przyjemność☺super.
        Pozdrawiam

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