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Köln in 48 Stunden: Meine Highlights in der Domstadt
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Köln in 48 Stunden: Meine Highlights in der Domstadt

Für mich sind Citytrips mittlerweile die beste Möglichkeit um mir eine willkommene Auszeit vom Alltag zu nehmen. Einfach in eine andere Stadt reisen, neue Eindrücke aufsaugen und aus der gewohnten Umgebung ausbrechen. Das treibt mich an und gibt mir frische Kraft und Inspiration. Anfang April führte mich einer dieser Kurzausflüge dann nach Köln. Tatsächlich war ich schon vor einigen Jahren für einen Tagesausflug in der Domstadt und wollte unbedingt wieder zurück. Eine gute Idee, wie sich herausstellen sollte, denn Köln ist so lebendig und hat sehr viele Highlights anzubieten. Natürlich wird man an einem Wochenende niemals eine komplette Stadt bis in den letzten Winkel auskundschaften können. Dennoch ist es immer wieder erstaunlich, was man innerhalb von 48 h alles erleben kann. Heute nehme ich euch mit auf meiner Tour durch die schmalen Gassen und über die eindrucksvollen Brücken von Köln!

Köln – Anreise

Köln liegt von meiner Heimatstadt Heidelberg nur 2,5 Autostunden entfernt und so bin ich zusammen mit meinem Mann am Freitag Abend in 50667 angekommen. Zeit genug um gemütlich in der Unterkunft, dem URBAN LOFT Cologne, einzuchecken und danach noch auf ein Kölsch in die Altstadt zu gehen. In der urigen Kneipe konnten wir gleich mal einen Vorgeschmack von der Kölner Lebensart bekommen. Der Kellner war geradezu empört, dass wir ihn mit „Sie“ angesprochen haben. „Willkommen in Köln, hier duzen wir uns“! Also dann Prost, bzw. „Ho hop, rin in dr Kopp“ wie die Kölner sagen.

PS: Wenn ihr im Gegensatz zu mir, eine längere Anreise vor euch habt, wird der nahegelegene Flughafen Köln-Bonn eine super Option für euch sein. Auch mit der Bahn ist Köln optimal zu erreichen. Der Hauptbahnhof befindet sich direkt neben dem Dom.

Unterkunft URBAN LOFT Cologne

Nicht oft genug kann ich wiederholen, dass mir eine Unterkunft mit einer idealen Ausgangslage so unglaublich wichtig ist. Gerade bei einem City Trip möchte ich nicht erst eine Stunde mit der Bahn von außerhalb in die Altstadt tuckern. Das kostet wertvolle Zeit, in der ich nichts erleben kann. Das URBAN LOFT Cologne hat nicht nur diesen wichtigen Standortvorteil sondern noch weitere Pluspunkte: Ein freundliches, junges Team, coole Zimmer im Loft Charakter und eine einladende Lounge Area mit Kaminfeuer. Die Bilder mit modernen Kunst von lokalen Künstlern fand ich auch sehr inspirierend.

Ganz besonders habe ich mich aber über die Aussicht vom Rooftop gefreut. Seht selbst welch ein fantastischer Blick über die Kölner Altstadt wir von hier hatten. Das macht richtig gute Laune und weckt gleich am frühen Morgen die Neugier und die Lust um in die Stadt loszuziehen.

Vorher aber noch ein ausgiebiges Frühstück und dann kann es gut gestärkt losgehen! Im urbanloft cologne wurden die Leckereien in einer Box to go serviert. Für Corona Zeiten ein tolles Konzept wie ich finde. Es gab Orangensaft, Tee, frische Früchte, Joghurt, 2 belegte Brötchen, ein Ei und immer 3 süße Teilchen. Insbesondere der Bananenkuchen war der Hammer. Ganz toll fand ich, dass wir sowohl auf der Terrasse als auch in der gemütlichen Lounge frühstücken konnten.

Visit Köln #1 – Spaziergang durch die Stadt

Am Samstag wollten wir die Stadt erstmal zu Fuß erkunden und steuerten zunächst den Kölner Dom an, der nur 7 Gehminuten vom Loft entfernt liegt. Als wir am Kölner Wahrzeichen angekommen sind, war ich erstmal vom Anblick so überwältig, vor was für einem imposanten und hohen Bauwerk wir beide stehen. Zwei 157 m hohe Türme, die zu ihrer Fertigstellung zu den höchsten Gebäude der Welt zählten. Von größerer Entfernung habe ich das gar nicht so wahr genommen. Der seit 2007 zum Weltkulturerbe gehörende Kölner Dom ist total sehenswert. Falls ihr hier noch hier gewesen seid, dann solltet ihr dieses Bauwerk unbedingt auf eure Bucket-List setzen.
Ein kleiner Tipp vorab: Im Köln Tourismus Service Center, direkt gegenüber dem Dom, könnt ihr unter anderem die „Köln-Card“ erwerben. Mit ihr habt ihr freie Fahrt im ÖPNV und dazu noch Ermäßigungen bei vielen Attraktionen wie Museen, Stadtführungen, etc. Gerade wenn ihr viel unternehmen wollt, lohnt sich der Kauf der Karte.

Hohenzollernbrücke – Love 4 ever

Da sich am Samstag vor dem Kölner Dom sehr lange Warteschlangen bildeten, bestaunten wir das Gotteshaus erstmal nur von außen und entschieden uns, erst am Sonntag die Messe dort zu besuchen. Immerhin kommen jeden Tag über 10.000 Besucher in den Dom. Also ging es für uns zunächst ein an anderes Highlight von Köln. Nur wenige Schritte vom Dom entfernt befindet sich die berühmte Hohenzollernbrücke mit den tonnenschweren Liebesschlössern. Als Tipp: Das Reiterstandbild von Kaiser Wilhelm II. wird euch den Weg weisen.

Als Romantikerin und großer Fan von Liebesschlössern ist diese Brücke für mich sowas wie ein Wallfahrtsort. Das an dem Brückengitter schätzungsweise über 45 Tonnen Liebesbeweise aus aller Welt befestigt sind, hätte ich gar nicht für möglich gehalten. Aber keine Sorge, die Brücke ist noch viel schwerer und stabil genug um das enorme Gewicht zu tragen. Der Anblick ist aber spektakulär!

Lesetipp: Über mein ganz persönlich wichtigstes Liebesschloss habe ich euch übrigens mal im Blogpost Makarska Insidertipps berichtet.

Flanieren an der Rheinpromenade

Auf der anderen Flussseite angekommen, sind wir zuerst mit dem berühmtesten Postkartenmotiv von Köln belohnt worden. Im Vordergrund die Hohenzollernbrücke, die mit Ihren stählernen Bögen den Rhein überspannt und im Hintergrund die Türme des Doms. Einfach herrlich anzusehen. Die Rheinpromenade Köln Deutz lädt zum entspannten Flanieren ein. Ein krasser Gegensatz zur mit Menschen überfüllten Altstadt. Etwas weiter flussaufwärts sind wir dann zur Deutzer Brücke gelangt.

Fischmarkt

Über die Deutzer Brücke überquerten wir den Rhein erneut um wieder in Richtung Altstadt zu gelangen. Entlang des Ufers finden sich einige urige Giebelhäuschen in denen Restaurants und Hotels untergebracht sind. Vor allem die zahlreichen Brauhäuser und das Kopfsteinpflaster prägen das Altstadtbild. Ein Stück weiter treffen wir dann auf einen der bekanntesten Plätze: Der Fischmarkt mit dem Fischbrunnen und den fünf bunten Häuschen ist wirklich hübsch anzusehen. Ein beliebter Ort, an dem auch die grün-gelbe Bimmelbahn Halt macht.

Kirche Groß St. Martin

Wie schon auf den Bildern zu sehen, erhebt sich hinter dem Fischmarkt die romanische Kirche Groß St. Martin. Wenn ihr hinter dem berühmten Turm einen prachtvollen Altar im inneren vermutet, werdet ihr überrascht sein. In Wirklichkeit ist das Interieur sehr schlicht und reduziert gehalten. Für mich strahlte das aber eine angenehme Ruhe aus. Ein schöner Ort für Besinnlichkeit und um inneren Frieden zu finden.

Alter Markt

Vor der Kirche führt das Martinspförtchen, eine enge Gasse, hinauf zum Marktplatz Alter Markt. Ein sehr schöner Ort, gesäumt von vielen kleinen Läden und Cafés. Besonders prägnant ist auch das gotische Rathaus, welches sich auf der Westseite vom Platz befindet. Seid ihr an der Geschichte von Köln interessiert? Dann empfehle ich euch einen Besuch im Time Ride. In ca. 45 Minuten erlebt ihr eine virtuelle Zeitreise in die 20er Jahre.

Besonders einladend fand ich die Chocolaterie Jan von Werth am alten Markt. In der Auslage finden sich Pralinen in allen möglichen Variationen und auch einige Torten die einem das Wasser im Munde zusammenlaufen lassen. Der ideale Moment um bei einem heißen Schoki eine kurze Pause einzulegen. Wer Lust hat, kann hier an einem Choco Work Shop teilnehmen und seine eigene Schokolade herstellen.

Belgisches Viertel

An anderen Tagen hätte ich nichts gegen eine kleine Shoppingtour am späten Nachmittag einzuwenden gehabt. Aufgrund der übertrieben großen Anzahl an Menschenmassen zog ich es aber vor, der Verlockung dieser Fashion Spots zu widerstehen. Hohe Straße, Schildergasse, etc. ließen wir links liegen und machten uns auf zum Belgischen Viertel. In der Nähe des Hahnentors wollte ich die Gelegenheit nutzen und beim lieben Andreas in seiner Boutique Mytho Accessoires vorbeischauen. Ein toller Tipp für alle Fashionistas, die auf der Suche nach besonderem Schmuck und Taschen sind. Natürlich bin auch ich dort auch fündig und um ein paar Ohrringe reicher geworden. Ein kurzes Video dazu habe ich euch mal in meiner Instagram Story gezeigt.

Ausklang am Kaminfeuer

Nach einem langen Tag mit vielen Metern Fußmarsch hinter uns, war es Zeit zum urbanloft zurück zu kehren. Die frostigen Temperaturen (für Anfang April) hatten uns zugesetzt, daher waren wir voll froh am Kaminfeuer in der Lounge bei einem warmen Tee den Abend ausklingen zu lassen.

Visit Köln #2 Rikscha Tour und Schokolade

Nach dem laufintensiven Vortag, wollten wir es am Sonntag etwas gemütlicher angehen lassen. Unser erster Anlaufpunkt war jedoch wieder der Kölner Dom. Hier wurde gerade der Sonntagsgottesdienst gefeiert, dem wir eine Weile beiwohnten. Wenn ihr Lust habt noch mehr über der Geschichte des Doms zu erfahren, könnt ihr gerne an einer Domführung teilnehmen. Und wenn ihr dazu auch noch fit und schwindelfrei seid, dann solltet ihr den Turm des Doms besteigen wo ihr einen herrlichen Blick über die Stadt bis nach Bonn und zum Siebengebirge bekommt. Eine kleine Vorwarnung: 533 Treppenstufen braucht ihr bis ganz nach oben 🙂

Rikscha Tour

Als nächstes wollte ich unbedingt eine Rikscha Rundfahrt unternehmen, die für mich zum Köln Pflichtprogramm gehört. Eine Rikscha Tour war für uns die optimale Wahl, um die wichtigsten Spots der Altstadt in kompakten 45 Minuten zu sehen und noch etwas von der spannenden Geschichte von Köln zu erfahren. Es gibt auch längere, ausführlichere Routen, die ihr mit eurem Rikscha-Führer individuell abstimmen könnt. Eine Rundfahrt für uns zwei hat 46 Euro gekostet (15 % Rabatt durch Köln Card)

Die Tour mit Christoph war überaus amüsant und ich würde es gerne irgendwann mal wiederholen. Er hat uns während der Fahrt so viel Insider Wissen erzählt, dass ich hier gar nicht alles aufzählen kann. Zugegebenermaßen konnten wir auch nicht alles verstehen. Da war zum einen der Fahrtwind, der ein paar Wörter verschluckte, aber hauptsächlich sein Kölner Dialekt brachte uns manchmal an Grenzen. 🙂 Auf jeden Fall haben wir sehr viel gelacht und haben dabei noch ein paar Dinge erfahren, die ich hier mit euch teilen will:

  • Eau de Cologne: Die älteste Parfumfabrik der Welt ist das Duftmuseum im Farina Haus. Hier findet ihr alles über das als „Kölnisch Wasser“ bekannte Parfum
  • Tünnes und Schäl: 2 legendäre Figuren aus dem Hänneschen Puppentheater. Es soll übrigens Glück bringen an der dicken Nase von Tünnes zu reiben
  • Papageien in Köln: Hättet ihr gewusst, dass in Köln eine große Population von Halsbandsittichen heimisch ist? Sachen gibt´s… Wir haben leider keine entdeckt, bzw. nur ihre Hinterlassenschaften auf den Straßen. (Die Bilder dazu erspare ich euch an dieser Stelle) 🙂

Schokoladenmuseum

Als Ziel der wilden Rikschafahrt hatten wir den zweitbeliebtesten Touristen Hotspot vereinbart: Das Schokoladenmuseum! Als Schoko-Junkie eine gute Gelegenheit alles über die Herkunft, Entstehung und Herstellung der süßen Versuchung zu erfahren. Ich will euch nicht mit zu vielen Facts überfrachten, aber die 4 Dinge, die ich am spannendsten fand wollte ich kurz loswerden:

  • Schokoladenproduktion: In Europa ist Deutschland unangefochtene Nummer 1 in der Schokoladenproduktion. 2016 wurden unfassbare 1.100.000 Tonnen (!) Schokolade produziert
  • Schokoladenkonsum: Weltweit liegt Deutschland mit einem Pro-Kopf-Verbrauch von 9,21 kg auf Platz zwei. Nur die lieben Schweizer essen noch mehr 🙂
  • Tropenhaus: Ein Glaskubus in dem tropische Früchte und Pflanzen zu bestaunen sind. Was für eine Farbenpracht! Etwas Wartezeit müsst ihr hier mitbringen, da sich nur eine kleine Anzahl an Leuten gleichzeitig hier aufhalten darf. Damit die Temperaturen gehalten werden können, gibt es Schleusen am Ein- und Ausgang.
  • Gläserne Produktion: Unglaublich toll fand ich die gläserne Produktion. Hier sind alle Maschinen aufgebaut, die jeden Schritt von der Kakaobohne bis zum fertigen Produkt zeigen. Auf Infotafeln sind die Schritte leicht verständlich beschrieben und visuell dargestellt. Und es gibt natürlich jede Menge Schokolade zu kaufen 🙂

Nach der 2 stündigen Tour im Museum, in dem es überall nach Schokolade roch, hatte ich direkt Lust vor Ort einen heißen Schoki zu probieren. Direkt am Museumsgebäude haben wir dann im Chocolat Grand Café angehalten, wo es eine herrliche Terrasse mit dem Blick auf Rhein gibt. Hier legten wir einen kleinen Stopp ein um noch kurz zu relaxen. Von dem leckeren Hot Chocalate, der Pesto-Pasta könnte ich nur noch weiter schwärmen. Alles war super frisch und köstlich.

Kölner Frühlingsvolksfest

Vom Schokoladenmuseum sind wir dann über eine weitere Brücke gelaufen. Die Severinsbrücke führte uns zur Deutzer Werft. Entlang des Rheins wurde das Kölner Frühlingsvolksfest mit Kirmes gefeiert. Viele Schausteller die mit allerlei Fahrgeschäften Besucher anlocken. Aus der Ferne nett anzuschauen, für mich aber eher zu viel Trubel.

Heumarkt

Ein letztes Mal überqueren wir den Rhein. Über die Deutzer Brücke sind wir direkt auf einen weiteren wichtigen und ziemlich belebten Platz gekommen. Der Heumarkt ist ein beliebter Treffpunkt um von dort aus in die Altstadt loszuziehen.

Eine etwas ungewöhnliche Sehenswürdigkeit findet ihr jedoch unter der Erde. In der futuristisch gestalteten U-Bahn Haltestelle Heumarkt habe ich mich ein wenig gefühlt wie an einem Science Fiction Filmset.

Abschließend möchte ich euch noch eine der süßesten Entdeckungen in Köln vorstellen. Im Café IL BARISTA direkt am Heumarkt habe ich mich pudelwohl gefühlt. Vor allem die große Auswahl an süßen und herzhaften Teilchen lässt keine Wünsche offen. Pistazien und Orangenteilchen solltet ihr unbedingt hier probieren.

Auf Wiedersehen – Tschö Köln

Schon jetzt freue ich mich auf ein Wiedersehen in Köln in hoffentlich nicht allzu ferner Zukunft. Wer von euch war schon mal in Köln? Habt ihr noch andere Tipps für meinen nächsten Aufenthalt?

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