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Cochem: Das charmante Städtchen an der Mosel

Mosel-Reichsburg

Wie ihr sicherlich bereits gemerkt habt, liebe ich kleine, romantische Städtchen, die einen gewissen Charme versprühen. Cochem an der Mosel gehört genau in diese Kategorie: Zauberhaft und Verträumt. Gerade wenn man sich in Koblenz oder im Rhein-Mosel Gebiet aufhält, bietet es sich an diesen idyllischen Ort zu besuchen.
Die Autofahrt von Koblenz nach Cochem dauert ca. 45 min und ist an sich schon ein kleines Highlight. Entlang der Mosel bietet sich ein imposanter Blick auf die steilen Weinberge und die grüne Landschaft.

Dass wir in Cochem jedoch nur durch Zufall gelandet sind, habe ich euch bereits im Bericht Kurztrip ins idyllische Koblenz erzählt. In den 2 Tagen in Koblenz, haben wir uns unter anderem die Festung Ehrenbreitstein und das Schloss Stolzenfels angesehen. Davon waren wir so begeistert, dass wir uns am dritten Tag dann auf den Weg zu der berühmten Burg Eltz machten. Nachdem wir einige Kilometer vor dem Ziel jedoch in einem Stau gelandet sind, der uns sicherlich den halben Tag gekostet hätte, entschieden wir uns für Plan B. Der hieß Cochem.
Was wir an diesem Tag alles in der Stadt unternommen haben und was mich hier überrascht aber auch extrem enttäuscht hat, lest ihr im heutigen Beitrag.

Cochem an der Mosel- Stadtrundgang

Die Suche nach einem Parkplatz kann einem in jeder Touri-Stadt auf den Keks gehen. Einen kostenfreien Parkplatz konnten wir hier auch nach längerer Suche nicht finden, so dass wir letztendlich auf dem gebührenpflichtigen Parkplatz direkt hinter dem Busbahnhof gelandet sind. Für 24h bezahlt man hier 5 Euro, was ich aber noch völlig okay finde.

Auf dem Weg in die Altstadt kommt man am Endertplatz vorbei, der sich in der Nähe der alten Moselbrücke befindet. Dort wurde an diesem Sonntag ein Trödel- und Antik Markt abgehalten. Ich finde es normalerweise immer sehr spannend, durch solche Märkte zu schlendern und ein bisschen zu stöbern. Aufgrund der großen Menschensammlung haben wir das jedoch lieber vermieden. Von der Moselbrücke aus, kam uns dann noch die gelbe Mosel-Wein-Express-Lokomotive entgegen, die auf eine 25 minütige Fahrt durch die mittelalterliche Altstadt einlädt. 🙂

Altstadt: Martinskirche, Fachwerk-Giebelhäuser & charmante Weinstuben

Martinskirche als Orientierungspunkt

Bei strahlendem Sonnenschein starteten wir unseren Spaziergang am ehemaligen Stadttor (Enderttor), das uns hinein in die engen Gassen der historischen Altstadt führte. Wir wollten erstmal ganz entspannt durch die Fußgängerzone laufen um einen ersten Eindruck von der schnuckeligen Ferienoase zu bekommen. Die Martinskirche, die mit ihrem schmalen Turm alle anderen Gebäude weit überragt, kann als Orientierungspunkt dienen.

Marktplatz mit dem Martinsbrunnen

Angekommen auf dem Marktplatz kann man hier zunächst die urigen Fachwerk-Giebelhäuser und das in Barockstil erbauten Rathaus bewundern. In diesen typischen Gebäuden gibt es etliche gemütliche Cafés und Eisdielen die zum Verweilen einladen. Mitten auf dem Platz steht der Martinsbrunnen, dessen Wasser uns an diesem sonnigen Tag zur Abkühlung diente.

Sesselbahn Pinnerkreuz

Dann spazierten wir ein Stück weiter auf die Endertstraße, welche in Richtung Sesselbahn Pinner-Kreuz führt. Hier haben wir uns eine kurze Pause gegönnt und setzten uns in eines der gemütlichen Cafés mit dem Blick auf die Weinberge. Einfach kurz den schönen Ausblick auf die Weinberge zu genießen und dabei noch ein Moselwein trinken ist unbezahlbar. Gestärkt von dieser kühlen Erfrischung machten wir uns auf den Weg in Richtung Moselpromenade.

Urige Gaststätten mit viel Liebe zum Detail

Hier reihen sich viele tollen Gaststätten, Cafés und zauberhafte Innenhöfen aneinander. Alle sind sehr gepflegt, mit viel Liebe zum Detail hergerichtet und oft auch noch mit Pflanzen begrünt. Von einem Gebäude war ich so fasziniert, dass wir etwas länger stehen bleiben… Voller Erstaunen wollten wir ein paar Fotos vom Eingangsbereich dieser Gaststätte knipsen. Auch um mein Outfit zu shooten, passt die Location super schön. Gerade in diesem Augenblick kam jedoch der Besitzer des Gasthauses aus der Tür. Ein überaus freundlicher Mann, der uns dann voller Stolz seine ganzen Zimmer präsentierte. Nach der sehr netten, längeren Unterhaltung hatten wir aber so langsam ein wenig Hunger.

Moselpromenade

Die Moselpromenade erschien uns die richtige Anlaufstelle um unseren Hunger zu stillen. Sie ist gesäumt von unzähligen Restaurants, Hotels und blumengeschmückten Cafés. Der Ausblick auf die Mosel und die vorbei schippernden Ausflugsschiffe sorgen für ein unglaublich tolles Flair.

Angelockt von einem tollen Angebot setzten wir uns auf die Terrasse von einem urigen Gasthaus. Das sollte sich jedoch als schlimmster Restaurantbesuch meines Lebens herausstellen: Auf der Karte waren höhere Preise als auf den Tafeln vor dem Restaurant, die Bedienung war unhöflich bis frech und das Essen eine komplette Katastrophe. Als wir uns nach der Heimkehr im Internet die durchweg schlechten Bewertungen anderer Gäste angesehen hatten, wurden wir bestätigt: Touri-Nepp der übelsten Art. Wir betreten seitdem kein Restaurant mehr ohne vorher kurz mal zu recherchieren.

Um uns von dieser Enttäuschung zu erholen und um ein bisschen frische Luft zu schnappen, spazierten wir zu Moselbrücke. Von hier aus hat man den schönsten Blick auf die komplette Promenade und die Reichsburg, die wir uns als nächstes anschauen wollten.

Reichsburg Cochem – Wahrzeichen der Stadt

Jetzt kommen wir zum Highlight in Cochem: Die Reichsburg Cochem mit seinen 1000 jährige Geschichte hat mein Herz total berührt. Ein ziemlich steiler Fußweg führt hinauf zu dieser tollen Burg. Ihr kommt an einigen Winzerhöfen vorbei, die Ihren Wein zur Verkostung anbieten.

Kurz bevor ihr das Ziel am Gipfel erreicht, lohnt sich ein Abstecher zu der gegenüberliegenden Eisdiele. Hier habe ich die beste Eissorte EVER gegessen: Nuss mit Feige. Was für eine Kombination 🙂

Angekommen an der Burg, schreitet man zunächst durch ein großes Eingangstor um dann von dort diesen herrlichen Ausblick zu genießen. Cochem und die Mosel samt Brücke. Einfach zum Träumen.

Normalerweise werden hier auch Führungen durch die Innenräume angeboten. Leider war an diesem Tag, aufgrund der Corona-Pandemie, eine Buchung nicht mehr möglich. Aber immerhin konnten wir auf eigene Faust den prächtigen Innenhof der Burg besichtigen. Besonders imponierten uns die grün bewachsenen Fassaden. Das Ganze hat so eine märchenhafte Anmutung, fast wie bei Dornröschen. Solltet ihr eines Tages auch das Glück haben Cochem zu besuchen, solltet ihr die Reichsburg auf keinen Fall verpassen.

(2) Kommentare

  1. Tadeusz sagt:

    Wszystko jest urocze. Piekne miasto. Nie bylem tam. Bede musial tam sie wybrac, bo bardzo urokliwe miejsce i zacheca do odwiedzenia😃super👍

  2. Milka sagt:

    Piekne urocze miasteczko. chciałoby sie tam byc. Jesli bedzie taki moment z pewnoscia sie wybiore tam. Dziekuje za piekne zdjecia.
    Widoki cudowne.

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